Um es gleich klar zu sagen: Wir haben nichts gegen den Wochen- und Flohmarkt und schon gar nichts gegen die Betreiber. Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg und freuen uns auf ein breites Angebot. Nur leider ändert es nichts an der Gesamtsituation und daran, das es recht still um das Areal geworden ist. Eine Ausnahme bildet lediglich die von Anwohner_innen betriebene Wunschproduktion „Unser Areal“.
Was ist mit der so oft versprochenen Zwischennutzung? Wie lange wird die Zwischennutzung bleiben? Ist die „Music Hall“ endgültig vom Tisch? Werden die Bürger jetzt endlich mal beteiligt? Dass der Staatsrat in der Stadtentwicklungsbehörde Michael Sachs gegenüber dem Hamburger Abendblatt so tut, als seien die Bürger das Problem beim Wohnungsbau und deshalb Bürgerbegehren „gegebenenfalls auch mal überstimmen“ will und Bezirksamtsleiter Markus Schreiber im gleichen Zusammenhang auch nichts von Bürgerbegehren hält, lässt leider vermuten, dass sich in der Stille der vergangenen Monate nichts Gutes anbahnt. (Abendblatt-Artikel vom 22.3.2010) Was außer Bürger zu vertrösten dann noch für den „Bürgerbeteiliger“ (Zitat Abendblatt) Markus Birzer zu tun bleibt, ist auch unklar. (Abenblatt 23.3.2010)
Fragen über Fragen, aber hier kommen erstmal die Fakten zum neuen Wochen- und Flohmarkt:
- Eröffnung 1. April 2011. Wahrscheinlich ist Bezirksamtsleiter Markus Schreiber ab 9 Uhr anwesend. Als Gast? Offiziell hat er jedenfalls keinen Anteil am Wochenmarkt.
- Betreiber ist die KREAKTIVA Werbe- und Veranstaltungs GmbH (www.kreaktiva.de). Die Familienfirma macht seit ca. 30 Jahren Flohmärkte nicht nur in Hamburg, aber hier z.B. die bisherigen Flohmärkte auf dem Real-Gelände.
- Der Wochen- und Flohmarkt soll immer freitags von 8 -15 Uhr stattfinden.
- Die Marktfläche erstreckt sich außen an der Ostseite der Halle (zwischen Halle und Sportplatz bzw. Recyclinghof) und nördlich vor der Halle bis etwa zur (derzeit mit Kübeln verstellten) Einfahrt Neuer Kamp. Dazu kommt das halbe Parkdeck.
- Kreaktiva hat die Fläche von der Pütz Security AG gemietet, die wiederum derzeit das Gelände von der Sprinkenhof AG und damit der Stadt Hamburg gemietet hat.
- Der Betreiber geht davon aus, dass der Markt in der geplanten Form ca. 7 Jahre lang bestehen kann, bevor sich die Situation auf dem Areal grundlegend ändert.
- Die Fläche ist nur für die Marktzeiten gemietet.
- Die Standgebühren betragen pro laufenden Meter 7 € und überdacht 8 €. Am Eröffnungstag werden von privaten Anbietern keine Standgebühren erhoben.
- Künstler, die eigene Arbeiten anbieten, müssen nichts zu zahlen. Infostände von Anwohnern sind möglich, solange nichts am Gebäude verändert wird. Laut Betreiber lässt sich über alles reden.
- Bis zum 22.3. hatten sich schon 16 Anbieter angemeldet.


